Wie Sie Ihre Lüftungsanlagen durch ein Retrofit wieder klimafreundlich machen

Veraltete Lüftungsanlagen zählen zu den Energiefressern schlechthin, da der Großteil von ihnen aus Konstruktionen und Funktionsweisen der 90er entspringen. Mit einem Retrofit lassen sich gezielt Bauteile austauschen, sodass die Anlage sowohl in ihrer Performance als auch in ihrem Energieverbrauch signifikant optimiert wird. Mehr dazu in diesem Beitrag.

Von Betreibern von Lüftungs- und Klimaanlagen wird gemäß des Energieeinspargesetzes (GEG, § 74) eine regelmäßige Inspektion zur Aufrechterhaltung der energetischen Qualität der Anlage gefordert, sobald die Nennleistung für den Kühlbedarf zwölf Kilowatt übersteigt. Die Ergebnisprotokolle zeigen, dass vor allem riemengetriebene Ventilatoren in Lüftungsanlagen älterer Bauart die Hauptverursacher von zu hohen Energieverbräuchen sind. Was können Betriebe an dieser Stelle tun?

Gezieltes Retrofitting bei RLT-Anlagen

Die Erkenntnis, dass sich auch bei älteren raumlufttechnischen Anlagen (RLT) in den meisten Fällen bereits ein Austausch der Ventilatoren lohnt, besteht schon länger. Besonders spürbar sind die Vorteile dann, wenn im Zuge des Retrofits energieeffiziente Ventilatoren mit drehzahlgeregelten EC-Motoren verwendet werden. Durch diese Steuerbarkeit kann die Luftmenge an den jeweiligen Bedarf oder die entsprechende Tätigkeit angepasst werden. Durch diesen Prozess werden erhebliche Mengen Energie eingespart, was sich auch schlussendlich an den Kosten bemerkbar macht.

Bei einer EC-Ventilatorwand beispielsweise sparen Betriebe nicht nur Energie, sondern sorgen zusätzlich für einen insgesamt leiseren Betrieb. Diese sogenannte Fan-Wall zeichnet sich durch viele kleine, parallel angeordnete EC-Ventilatoren aus. Fällt einer der Ventilatoren aus, können die übrigen funktionstüchtigen Ventilatoren die Leistung ausgleichen – ein enormer Vorteil für die Sicherheit und die Stabilität der Belüftung! Ein weiteres Plus: Direktbetriebene EC-Ventilatoren verspüren im Gegensatz zu älteren, riemengetriebenen Modellen keinen Abrieb am Material, sodass an dieser Stelle weniger Materialverschleiß und somit auch weniger Müll für die Umwelt entsteht.

Die Umrüstung lohnt sich in vielerlei Hinsicht

Retrofitting lohnt sich nicht nur deshalb, weil der Energieverbrauch signifikant eingespart werden kann. Auch die daraus resultierenden Amortisationszeiten sowie die peripheren Optimierungen im Betrieb sprechen für ein Retrofitting. Viele Hersteller bieten für diesen Vorgang bereits spezielle Umrüstsätze an, die den Austausch von Ventilatoren im Gebäude in kürzester Zeit möglich machen und dabei nur wenig bis überhaupt nicht den laufenden Betrieb stören. 

Auch die Integration in die unternehmenseigene Systemlandschaft kann sich hier als weiterer nachhaltiger Vorteil erweisen. Ist beispielsweise ein Energiemanagement-System im Einsatz, können moderne Lüftungsanlagen direkt mit dem EnMS vernetzt werden, sodass auch die Belüftung mittels Sensoren zum smarten Energiesparer wird. In Echtzeit gesammelte Daten über Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit beispielsweise können so noch genauere Analysen ermöglichen und das gesamte Raumklima perfektionieren. 

Zusätzlich können auch staatliche Förderungen für aktive Energiesparmaßnahmen in Anspruch genommen werden. So unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie solche Maßnahmen durch zinsgünstige Kredite in Verbindung mit attraktiven Tilgungszuschüssen. Betreiber von RLT-Anlagen können über die KfW bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben eines Ventilatoraustausches ebenso zinsgünstig finanzieren. 

Unternehmen profitieren also in vielerlei Hinsicht von einem Upgrade der Lüftungsanlagen: Die Umwelt wird wegen einem niedrigeren Energieverbrauch und weniger Materialverschleiß geschont, die Performance anderer Systeme und Anlagen sowie auch das Wohlbefinden von Mitarbeitern wird gesteigert und es macht insgesamt ein gutes Bild, wenn Unternehmen auf ihr Energiemanagement bedacht sind.

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