Für mehr Effizienz und Verlässlichkeit Ihrer Anlagen

EAM - Enterprise Asset Management

Eine Enterprise Asset Management-Lösung hebt sich in der Funktionalität maßgeblich von herkömmlichen, computergestützten Wartungsmanagement-Systemen ab. Egal ob Sie die Performance all Ihrer vorhandenen Anlagen und Ausrüstungen konstant im obersten Prozentbereich halten möchten oder ob Sie wirtschaftliche und strategisch kluge Neuinvestitionen tätigen, die sich auch auf Dauer auszahlen - das EAM-System von KENEXOS® ist dabei Ihre erste Anlaufstelle.  

 

Wir zeigen Ihnen im Detail, was es kann und warum Sie jetzt damit arbeiten sollten, wenn Sie gewinnorientiert und einfach auf das nächste Level gelangen möchten.  

 

 

Ein EAM-System hilft Unternehmen bei der Verwaltung von Anlagen sowie deren Instandhaltung. Der Begriff “Asset” umfasst gemäß ISO 55000 „ein Element, eine Sache oder eine Entität, das/die einen tatsächlichen oder potenziellen Wert für ein Unternehmen hat.” Solche Vermögenswerte können zum Beispiel Immobilien, Produktionsanlagen und Maschinen, Fahrzeuge, Fuhrparks, aber auch Inventar wie Messgeräte, Büromöbel, IT-Hardware oder virtuelle Einheiten sein.  

 

Ein EAM-System unterstützt somit das Management dabei, Ziele bei Entscheidungen in Zusammenhang mit Vermögenswerten und Stakeholdern umzusetzen. In der Praxis bedeutet das: Es hilft dem Betriebs- oder Gebäudemanagement dabei, wichtige Leistungskennzahlen (KPIs) zu verwalten, um beispielsweise den Anteil von präventiver zu korrigierender Wartung in ein passendes Verhältnis zu bringen.  

 

Es kann aber noch mehr: Es behält die Material- und Arbeitskosten im Blick, die für die notwendigen Wartungsmaßnahmen anfallen und bereitet die Daten sinnvoll auf - sortiert nach Anlagentyp, Produktgruppe und -linie, Einsatz- und Standort, Alter und vielen weiteren Kategorien. Die strukturierten Daten ermöglichen im nächsten Schritt eine weitaus effizientere Planung und Verwaltung der vorbeugenden Wartungsarbeiten.  

 

Das ist aber noch lange nicht alles. Neben Wartungsplänen, Arbeitsaufträgen und anderen Funktionen, die für eine Wartung erforderlich sind, können EAM-Lösungen auch um Projektdurchführung, Personaleinsatzplanung, Einkauf, Risikomanagement, Finanzen, Dokumentenmanagement und vieles mehr erweitert werden. Verschiedenste Systeme werden dabei integriert und eng miteinander verknüpft.

 

Einsatzbeispiel 1: 
Im Bereich des Instandhaltungsmanagements muss sorgfältig​  zwischen einer Erneuerung und einer Reparatur abgewogen werden.  

 

Einsatzbeispiel 2: 
Ein bestimmtes Betriebsmittel verursacht Risiken, welche​  eingeschätzt werden müssen.  

 

Einsatzbeispiel 3: 
Die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und die sich daraus​  ergebenden Instandhaltungsrichtlinien.  

Kurz gesagt: Um die Effizienz und Zuverlässigkeit der Anlagen zu gewährleisten.  

 

Das Kernziel des EAM-Systems liegt in der Sicherstellung eines einwandfreien Betriebs Ihrer Anlagen, und dafür gibt es einige wichtige Gründe:  

 

  • Eine defekte Anlage kann zu katastrophalen Umweltschäden​ führen, wie​  zum Beispiel die Freisetzung von schädlichen Stoffen in die direkte Natur  
  • Nachlässig behandelte Anlagen mit sichtbaren oder gar unsichtbaren Schäden bedeuten ebenfalls ein erhebliches Risiko für Ihre Mitarbeiter​, die​ unmittelbar an den Maschinen tätig sind  
  • Schlecht funktionierende Anlagen schöpfen nicht ihr mögliches Potenzial aus und führen somit möglicherweise zu erhöhtem Ausschuss​ und folglich zu​ Qualitätsproblemen der Endprodukte  
  • Der alters- oder technisch bedingte Ausfall einer Anlage bedeutet mitunter sofortige und im schlimmsten Fall nachhaltige Umsatzverluste​

 

Ein EAM-System bietet somit drei wesentliche Vorteile, die eine tragende Rolle im Betrieb spielen:  

 

  • Es erhöht die technische Zuverlässigkeit​  Ihrer Anlagen im laufenden​
  • Betrieb -  durch ein automatisiertes und cleveres Monitoring der Anlagen und Prozesse. Dadurch können wichtige Kundenaufträge stets im geplanten Zeitrahmen erfüllt werden und die Kundenbeziehung wird gestärkt  
  • Sie können noch bessere Entscheidungen im Bezug auf den Austausch​ oder die Reparatur einzelner Geräte zur Maximierung der Kapitalrendite treffen - dies betrifft zum Beispiel Geräteklassen, die zur gleichen Zeit gekauft wurden oder sich dem Ende ihrer Lebensdauer nähern, Gerätetypen, die möglicherweise nicht so effektiv sind wie neuere Technologien, ganze Produktionslinien sowie Fertigungsanlagen oder sogar Portfolios von Anlagen und/oder Werken  
  • In Kombination mit einer bereits eingesetzten ERP-Lösung bildet KENEXOS® ein performantes Gespann für alle strategischen Bereiche Ihres Unternehmens, z. B. die Betriebskosten einer Anlage, erzielte Einnahmen,​  der Einfluss auf die Erfahrung und die Beziehung zum Kunden und vielen mehr  

Im Gegensatz zu einem Computerized Maintenance Management System (CMMS) hat ein EAM-System den Vorteil, dass es wichtige Funktionen für die Bestandsverwaltung, finanztechnische Bereiche und das Personalwesen bietet. Es kann darüber hinaus sogar als komplette ERP-Lösung für Organisationen verwendet werden, die sich zu 100% auf Ihre Betriebsausstattung oder Anlagevermögen verlassen, um damit Einnahmen zu generieren.

 

Der proaktive Charakter des EAM-Systems von KENEXOS® verwaltet darüber hinaus wichtige Leistungsindikatoren, zum Beispiel das Verhältnis zwischen Aufgaben, die der Problemvermeidung dienen und solchen, die ein Problem tatsächlich korrigieren. Das EAM bündelt an der richtigen Stelle die passenden Aufgaben und ermöglicht es unter Umständen sogar, mit nur einer Wartungstätigkeit gleich mehrere (mögliche) Problemstellen abzudecken. Statt also nur auf Probleme zu reagieren, handelt das EAM-System vorausschauend.

Besteht eine enge Verbindung zwischen einem EAM-System und einer ERP-Software im Unternehmen, können wichtige Entscheidungen über die Wartungsabläufe  nicht nur im Zusammenhang mit den Betriebskosten der betroffenen Anlage, sondern auch mit den erzielten Einnahmen, der darunter beeinflussten Kundenerfahrung und anderen strategischen Faktoren getroffen werden. 

 

Mögliche Entscheidungsszenarien könnten wie folgt aussehen:  

  • Ein Wartungsstillstand könnte notwendig sein, um eine Produktion am Laufen zu halten. Stehen aber mehrere wichtige Kundenaufträge an, die nicht ausgeliefert werden können, muss der Stillstand möglicherweise verschoben werden  
  • Qualitätsprobleme wirken sich auf eine bestimmte Produktlinie oder Kundenbeziehung aus, wodurch die Kosten für Wartungs- und Reparaturmaßnahmen entsprechend bewertet werden müssen - wie sie sich auf den Umsatz auswirken, was es für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bedeutet und welche Folgen dies für die Kundenzufriedenheit hat  
  • Die geografische Verteilung der Nachfrage ändert sich - Anlagen und physische Assets müssen in einem Teil der Welt für Wartung, Reparatur oder Lebenszyklusverlängerungen gegenüber Assets in anderen Teilen der Welt priorisiert werden  
  • Die Einhaltung der Normen ISO 55000 und PAS 55, welche eine Verwaltung des gesamten Anlagenlebenszyklus verlangen, muss gewährleistet sein  

Maßgebliche Vorteile sind:  

  • Erhöhte Anlagenverfügbarkeit  
  • Erhöhte Anlagenoptimierung  
  • Gesteigerte Produktivität und Produktionskapazität  
  • Reduzierte Ausschussraten oder Probleme mit Produktmängeln  
  • Verbesserte Montagezeiten für Techniker  
  • Verbesserte Qualität von Finanz- und Reparatur-/ Ersatzentscheidungen  
  • Schnellere Durchlaufzeit bei Anlagenstillständen, Umrüstungen und anderen großen Wartungsprojekten  
  • Weniger Unterbrechungen aufgrund von Reparatur- und Ersatzteilengpässen oder Arbeitskräftemangel  
  • Rationalisierte Compliance durch aussagekräftige Dokumentation von Wartungsmaßnahmen und Zertifizierung von Wartungstechnikern  

Die Gesamtanlageneffektivität (GAE) ist ein Maß für die Wertschöpfung einer Anlage. Mit ihr können auf einen Blick sowohl die Produktivität, als auch die Verluste einer Anlage dargestellt werden. In Kombination mit operativen Systemen wie einem ERP-System kann EAM die Gesamtanlageneffektivität bemessen.
Wie geht das?  

  

Indem Daten aus EAM, Anlagenleistungsdaten (welche einzelnen Maschinen oder einem Überwachungs- und Datenerfassungssystem entnommen werden), sowie ERP-Daten zusammengeführt werden. 

 

Eine Optimierung der GAE ist somit durch eine gezielte und effektive Verlustminimierung möglich, beispielsweise:  

 

  • Verluste in der Ablaufplanung  
  • Verfügbarkeitsverluste durch Anlagenausfälle  
  • Leistungsverluste durch kleinere Stillstände sowie verringerte Laufgeschwindigkeiten der Anlagen  
  • Qualitätsverluste durch eine schlechte Anlagenleistung und damit verbundene Produktmängel  

 

Das EAM-System kann dabei der zentrale Datenpool für die Aufzeichnung von Stillstands- und Qualitätsereignissen sein, die manuell oder durch automatisierte Datenerfassung über das Internet der Dinge (IoT) erfolgen können.