Wie Sie mit digitalen Lösungen den Arbeitsschutz am Bau optimieren

Der Zeitdruck auf Baustellen und unübersichtliche Arbeitsabläufe verursachen jedes Jahr eine Unmenge an Unfällen, die meist auch zum tragischen Tod führen. Arbeitsschutz am Bau ist und bleibt somit eine der wichtigsten Themen bei Bauprojekten. Digitale Tools können die Aufgabenüberwachung sowie die Dokumentation von Baumängeln deutlich optimieren und so einen bedeutenden Teil zur Arbeitssicherheit beitragen. Wir zeigen Ihnen wie.

 

Betrachtet man die Unfallstatistik der Berufsgenossenschaften, so zeigt sich ein erschreckendes Bild: Die Statistik „Arbeitsunfallgeschehen 2019“ verzeichnet für den Wirtschaftszweig Baugewerbe/Bau Zahlenwerte von 57,2 Arbeitsunfällen pro 1000 Vollbeschäftigte und 30,2 tödlichen Unfällen je 1 Mio. Vollbeschäftigte! In keinem anderen erfassten Wirtschaftszweig sind die Zahlen so hoch. 

 

Während grundlegende Sicherheitsmaßnahmen wie das richtige Sicherungswerkzeug wie auch passende Schutzkleidung mittlerweile Standard sein sollte und auch an gesetzliche Vorschriften geknüpft sind, so tragen auch digitale Tools wie eine Bausoftware dazu bei, Gefahren und Risiken auf der Baustelle zu minimieren. Sehen wir uns aber zuerst an, welche typischen Gefahren es auf Baustellen gibt.

Die häufigsten Risiken und Unfallquellen auf Baustellen

Oftmals sind Zeitdruck, Unachtsamkeit, Nachlässigkeit oder mangelndes Fachwissen die Ursache für Verstöße gegen den Arbeitsschutz und damit einhergehende Unfälle. Besonders verbreitet sind folgende Gefahren auf der Baustelle:

 

  • Absturz von Leitern, Gerüsten oder hochgelegenen Bauteilen
  • Sturz in Baugruben
  • Verschüttung durch abrutschendes Material in Baugruben
  • Stolpern und Ausrutschen an Hindernissen auf dem Fußboden
  • Anstoßen an Bauteile oder Gegenstände
  • Verletzungen durch umherfliegendes oder herunterfallendes Material oder Werkzeug
  • Verletzungen durch unsachgemäße Bedienung von Maschinen und Werkzeugen
  • Brandentstehung nach Schweiß- und Feuerarbeiten
  • Gesundheitsschäden durch Kontakt mit Gefahrstoffen
  • Elektrischer Schlag an schadhaften Isolierungen

 

Um diese Gefahrenquellen zu minimieren und Unfälle zu vermeiden bildet das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und deren Verordnungen die Grundlage für den Gesundheits- und Arbeitsschutz in Deutschland.

Wer verantwortet den Arbeitsschutz auf Baustellen?

Bauherren

Der Bauherr muss die Arbeitssicherheit auf der Baustelle gewährleisten, um alle gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und ein sicheres Arbeiten sicherzustellen. Arbeiten in einem Projekt gleich mehrere Gewerke gleichzeitig auf einer Baustelle, muss ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo) eingesetzt werden, der den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf der Baustelle plant sowie die erforderlichen Maßnahmen koordiniert und überwacht.

 

Arbeitgeber

Der Arbeitgeber steht in der Verantwortung, die Hinweise des SiGeKo in die Praxis umzusetzen und seine Mitarbeiter in verständlicher und lückenloser Form über die Sicherheitsmaßnahmen in Kenntnis zu setzen. Auch die Instandhaltung der Arbeitsmittel, die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstungen und die Zusammenarbeit mit den anderen Unternehmern fallen in seinen Aufgabenbereich. Eine Gefährdungsbeurteilung muss in diesem Rahmen für sämtliche Tätigkeiten und Arbeitsbereiche erstellt werden, denn sie bildet die Grundlage für alle Maßnahmen, die die Arbeitssicherheit auf der Baustelle gewährleisten.

 

Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmer sind wiederum für die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen auf der Baustelle verantwortlich, wozu das Benutzen der erforderlichen Schutzausrüstung, die Kontrolle der Arbeitsmittel auf Beschädigungen, die bestimmungsgemäße Nutzung der Arbeitsmittel sowie die Beachtung von Aufenthalts- und Rauchverboten zählt.

 

Wer kontrolliert den Arbeitsschutz auf Baustellen?

Arbeitsschutzkontrollen in Unternehmen werden durch das Gewerbeaufsichtsamt vorgenommen. Die Mitarbeiter dürfen unangemeldet auf die Baustelle kommen und die Kontrollen durchführen. In der Regel wird die Arbeitssicherheit auf Baustellen anhand einer Checkliste überprüft. Dabei nutzen die Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht die erforderlichen Dokumente zum Arbeitsschutz. Sie prüfen, ob diese vollständig sind und die darin getroffenen Regelungen umgesetzt werden.

Die Dokumentation als Kernbereich der Arbeitssicherheit

Um den Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes gerecht zu werden, sind einige Formen der Dokumentation zwingend notwendig, welche unter Umständen sofort und lückenlos auf Anfrage vorgelegt werden müssen. Dazu zählen:

 

  • Der Plan für den Arbeits- und Gesundheitsschutz des SiGeKo's
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Ein Unterweisungsnachweis der Arbeitnehmer
  • Ergebnisse der Arbeitsmittelprüfungen
  • Betriebsanweisungen für gefährliche Arbeiten
  • Nachweise über die Durchführung vorgeschriebener arbeitsmedizinischer Betreuung
  • Nachweise über die Bestellung von Ersthelfern und Sicherheitsbeauftragten

 

Fehlen einige dieser erforderlichen Dokumente, geht das Gewerbeaufsichtsamt von einem Verstoß gegen die Arbeitsschutzbestimmungen aus und dem Betrieb drohen hohe Strafen.

Digitale Lösungen gegen die Hauptgefahrenquellen: Dokumentations- und Kommunikationslücken

Handschriftliche Notizen für Arbeitsanweisungen oder begrenzt nutzbare Software für die Kommunikation oder Dokumentation sind in der heutigen schnelllebigen und digitalisierten Welt nicht nur veraltet, sondern auch extrem fehleranfällig – was, wie wir im Falle eines Arbeitsunfalls aufgrund mangelnder kommunizierter Hinweise und Kontrollen sehen, häufig zu hohen Strafen und sogar zu Todesfällen führen kann. Durch eine Bausoftware und einem integrierten digitalen Bautagebuch lassen sich wichtige Kernprozesse im Bauprojekt wie die Baumängel Erfassung oder die technische Dokumentation von Gebäuden, Maschinen und Anlagen, aber auch die transparente Kommunikation im Team digitalisieren und optimieren. Dadurch versorgen Sie Ihr Team mit allen notwendigen Infos, kommen Ihren Pflichten lückenlos nach und steigern dadurch die Arbeitssicherheit am Bau enorm.

 

Eine Bausoftware kümmert sich zwar vorrangig um die Planung und Umsetzung eines Projekts, wertet Gebäude und Anlagendaten aus und zentralisiert die Kommunikation im Team, aber es ist auch der ideale Dreh- und Angelpunkt für einheitliche Dokumentationen, die nicht nur rechts- und datenschutzkonform, sondern auch lückenlos und verständlich sind. Bei einer Baustellenbegehung beispielsweise können Gefahrenstellen und Fehlkonstruktionen sofort in der Baustellen App mit dem digitalen Bautagebuch kenntlich gemacht werden – und zwar direkt am digitalen Bauplan über eine entsprechende Verortung.

 

Gefahrenhinweise und generelle Einweisungen können mühelos digital an alle Teammitglieder kommuniziert werden, sodass niemand die lebensrettenden Informationen versäumt oder missversteht – ob im Bautagebuch selbst, per Chat, Direktkommentar oder Ticket. So schützen Sie nicht nur Ihr Team vor möglichen Gefahren, sondern Sie können nachweislich bestätigen, dass Sie jeden über die einzuhaltenden Richtlinien in Kenntnis gesetzt haben.

 

Wichtige Dokumente, die für das Gewerbeaufsichtsamt auf Abfrage bereitliegen müssen, können Sie mit Hilfe einer Bausoftware ebenso zuverlässig wie auch vollständig vorweisen. Verabschieden Sie sich von unnötigen und undurchschaubaren Papierkram und begrüßen Sie eine digitale, übersichtlich strukturierte Dokumentenverwaltung.

Gesetze regeln die Sicherheit, digitale Lösungen optimieren im Detail

Zahlreiche, fest etablierte Verordnungen und Vorschriften sorgen für eine bereits hohe Sicherheit auf Baustellen, die aus der Baubranche nicht mehr wegzudenken sind. Und dennoch ist die Unfallzahl erschreckend hoch – nicht zuletzt, weil wichtige Informationen nicht vollumfänglich weitergegeben werden, die Sicherheitskontrolle nicht ausreichend dokumentiert ist und Gefahrenquellen nicht sorgsam genug behandelt und geprüft werden.

 

Genau hier setzen digitale Lösungen wie eine Bausoftware an. Scheinbar triviale Prozesse wie die Anreicherung und Verwaltung wichtiger Dokumente werden in der Bausoftware oder Baustellen App spürbar optimiert, da sich entsprechende Prüfberichte, Analysen, Informationspapiere oder technische Dokumentationen übersichtlich digital verstauen lassen und im Ernstfall sofort aufrufbar sind. Auch die Kommunikation – ob es der Datenaustausch zwischen Geräten und Anlagen mit der Baustellen App ist oder die Informationsweitergabe im Team betrifft – wird zentralisiert und vereinheitlicht. So sorgt eine Bausoftware für die nötige Prozessstabilität im Betrieb, sodass Sicherheitsmaßnahmen oder Einweisungen nicht mehr außer Acht gelassen werden können.

 

So sehr digitale Lösungen jedoch optimieren – der Menschenverstand und die notwendige Aufmerksamkeit, Rücksicht und die Achtung vor dem Leben müssen nach wie vor an oberster Stelle stehen.

 

Die KENEXOS® Bausoftware spezialisiert sich als individuell einsetzbare und erweiterbare Applikationsplattform auf eine optimale Bauplanung und -umsetzung. Egal ob es die Baustellendokumentation, das Projektmanagement und Bau Controlling, das Facility- und Immobilienmanagement oder die Wartung und Instandhaltung von Anlagen betrifft – KENEXOS® zentralisiert und digitalisiert essentielle Abläufe und macht sie auf allen mobilen Endgeräten verfügbar. Lernen Sie KENEXOS® jetzt kostenlos kennen und profitieren Sie von der gewinnbringenden Wirkung digitaler Tools.

Über KENEXOS®

Mit der 2020 neu gegründeten Kreutzpointner Business Software GmbH (kurz KBS) setzt Kreutzpointner einen bedeutenden Meilenstein in der technischen Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe. Die Kreutzpointner Business Software GmbH konzentriert sich mit eigenständigem Geschäftsmodell auf die speziellen Anforderungen und digitalen Bedürfnisse von Industriekunden. Der operative Start ist im Oktober 2020 erfolgt.

 

Die KBS bietet mit KENEXOS® Unternehmenskunden eine individuell erweiterbare Applikationsplattform mit eigenen Softwareprodukten und ist fokussiert auf die Umsetzung von industriellen Anwendungen. KENEXOS® bietet eine moderne Web-Technologie für den Zugriff über verschiedenste Endgeräte und ermöglicht eine Integration mit vorhandenen Systemen via API-Schnittstelle. Zu den Standardmodulen gehören beispielsweise eine Baustellendokumentation, Aufgaben- und Ticketerfassung, Anlagenverwaltung und -wartung und viele mehr. Die Applikationsplattform steht sowohl für eine Inhouse-Installation  (On-Premise) oder als Cloud-Lösung (SaaS) zur Verfügung.

 

Die Ideen und die technische Basis für die Kreutzpointner Business Software GmbH wurden im Rahmen des unternehmensweiten „Research & Development“-Prozesses in den letzten Jahren erfolgreich entwickelt. Ergänzend zum Geschäftsbereich IT-Systeme rundet die neue Digitaleinheit das große Portfolio von Kreutzpointner ideal ab.

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