Richtig auf steigende Bau- und Materialpreise reagieren – diese 3 digitalen Prozesse helfen dabei

Die Baubranche wird derzeit von massiven Preiserhöhungen beim Material und langen Lieferfristen bedrängt. Viele Unternehmen stehen nach der herausfordernden Krisenlage im vorigen Jahr erneut vor Kurzarbeit oder Insolvenz. Es gibt einige rechtliche Möglichkeiten, wie sich steigende Preise richtig kommunizieren lassen. Aber auch digitale Tools können dazu beitragen, dass Unternehmen rechtzeitig auf Preisschwankungen vorbereitet sind und entsprechend reagieren können. In diesem Artikel sehen wir uns drei Wege an, wie digitale Prozesse Unternehmen im Baugewerbe hier zugute kommen.

Die Lage ist nach wie vor gefährdend für viele KMUs im Baugewerbe. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer schilderte kürzlich die Lage in einem Interview mit Merkur. Nachdem sich Betriebe nach der misslichen Lage im vergangenen Jahr wieder etwas erholt haben und Schritt für Schritt in einen “normalen” Rythmus zurückgekehrt sind, steht nun eine weitere Herausforderung vor der Tür. Betriebe befinden sich aufgrund der enormen Preissteigerung und der gleichzeitigen Materialknappheit sowohl bei der Preiskalkulation wie auch bei der Termineinhaltung in einer schwierigen Lage. 

 

Liefertermine können wegen fehlendem oder stark verzögert lieferbaren Material nicht eingehalten werden. Zusätzlich existieren nun enorme Preisdifferenzen zwischen der ursprünglichen Preiskalkulation im Angebot und den mittlerweile extrem höheren Kosten beim Materialeinkauf. “Wenn Betriebe den Vertrag ohne eine Anpassung an die neuen Kosten erfüllen müssen, machen sie faktisch Verluste”, sagt Wollseifer im eingangs erwähnten Interview. “Im privaten Bereich bestehen für solche Nachverhandlungen vielleicht noch gewisse Möglichkeiten zwischen den Vertragspartnern. Aber bei öffentlichen Vergaben müssen hierfür vorab sogenannte Preisgleitklauseln vereinbart worden sein und auch greifen – was in der Regel nicht der Fall ist.”


In einem kürzlich erschienenen Artikel des Handwerksblatts werden sehr hilfreiche Tipps gegeben, wie Unternehmen in rechtlicher Hinsicht richtig auf steigende Bau- und Materialpreise reagieren und diese auch passend kommunizieren können. Aber auch digitale Lösungen tragen ihren Teil dazu bei, dass Baubetriebe Kostenschwankungen frühzeitig erkennen und entsprechend darauf reagieren können.

3 digitale Prozesse, die Sie auf überraschende Preiserhöhungen vorbereiten

  1. Sparen Sie Baukosten durch effizientes Mängelmanagement
    Es gibt zahlreiche Hebel im Baumanagement, mit denen Sie großflächig Kosten sparen können. Besonders bei der Baumängel Erfassung und deren Ausbesserung entstehen nach wie vor aufgrund analoger und unflexibler Mittel regelrechte Kostenlöcher. Eine Studie mit dem Fokus auf Baumängel aus dem Jahr 2019 vom Institut für Bauforschung (Im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e. V.) zeigte, dass Baumängel pro Jahr den Unternehmen rund 20,8 Millionen Euro an Mehrkosten bescheren – eine enorme Summe, die sich vermeiden ließe und in Krisensituationen ein notwendiges Polster schaffen würde.

    Unser Tipp: Nutzen Sie eine digitale Bausoftware zur Erfassung, Dokumentation und Bearbeitung von Baumängeln. Ein digitales Bautagebuch macht ein schnelles und unkompliziertes Erfassen von Baumängeln möglich, reichert alle Informationen an einem Ort an und erleichtert somit das Wiederauffinden von Baustelleninformationen. Ein digitales Bautagebuch kann zudem von allen Teammitgliedern gleichermaßen eingesehen und bearbeitet werden, was den Ablauf des Baumängel Managements deutlich beschleunigt – so sparen Sie an allen Ecken und Enden wichtige Zeit und Geld!
     
  2. Digitales Bau Controlling optimiert die Material- und Personalplanung
    Haben Sie jederzeit einen aussagekräftigen Überblick über die aktuellen Baukosten, Materialbestände oder die Performance des Personals? Wenn nicht, so entgehen Ihnen auch hier wichtige Informationen, auf Basis derer Sie wirtschaftliche Entscheidungen treffen könnten und dem Unternehmen weiteres Geld sparen. Aber nicht nur das – die Nachvollziehbarkeit der Materialbestände und Liefertermine macht ein frühzeitiges Erkennen von Verzögerungen oder Schwankungen möglich. Solche Erkenntnisse und Warnhinweise können im Extremfall existenzsichernd sein.

    Eine digitale Bausoftware erfasst sämtliche Kennzahlen im Hinblick auf den Projektverlauf, die Gebäude- und Anlagendaten, Kostenentwicklungen sowie Personalverfügbarkeiten. Anhand strukturierter Dashboards lassen sich so gezielte Einschätzungen besser tätigen und das Unternehmen wird nicht mit plötzlichem Termindruck oder mangelnden Materialbeständen überrascht. Über eine entsprechende Baustellen App können die Daten auch jederzeit von unterwegs aus abgefragt werden, egal ob mit dem Smartphone, dem Tablet oder dem Notebook.
     
  3. Bleiben Sie durch digitale Plattformen und Online-Präsenzen handlungsfähig
    Kommt es einmal soweit, dass Ressourcen reduziert werden müssen oder die Auftragslage aufgrund der Lieferengpässe merklich zurückgeht, sollten Sie dennoch zu jeder Zeit handlungsfähig sein. Digitale Tools und Plattformen wie eine Bausoftware lässt sich von überall aus bedienen und ist demnach orts- und geräteunabhängig. Auch die Kommunikation erfolgt einheitlich auf einer Umgebung und kommt demnach jedem Projektteam zugute. Müssen Verantwortlichkeiten durch eine Reduzierung von Ressourcen umstrukturiert werden, bleibt die Informationsweitergabe flüssig und reibungslos.

    Extra-Tipp: Achten Sie darauf, eine solide Online-Präsenz und ein entsprechendes Business-Netzwerk zu pflegen. Gerade bei einer zurückgehenden Auftragslage können Business-Plattformen und Social-Media-Portale wahre Wunder wirken. Blog-Artikel oder Videoformate stärken das Branding Ihres Unternehmens und helfen Ihnen dabei auch online wahrgenommen zu werden und dadurch womöglich den nächsten Auftrag zu generieren.

Bausoftware schützt Sie nicht vor Notfällen, lässt Sie aber vorbereitet sein

Eine Bausoftware schützt Sie natürlich nicht gänzlich vor finanziellem Schaden und gibt Ihnen auch keine hundertprozentige Sicherheit. Allerdings lassen sich mit digitalen Tools wie eine Bausoftware Kernprozesse digitalisieren und optimieren, die nicht nur mehr Zeit verschaffen und damit Geld sparen, sondern auch Informationen verfügbar machen, die Stift, Papier und Excel nicht erheben können. Eine Bausoftware macht Sie flexibler, effizienter und sorgt dafür, dass Sie für künftige Notfälle bestens vorbereitet sind.

 

Die KENEXOS® Bausoftware spezialisiert sich als individuell einsetzbare und erweiterbare Applikationsplattform auf genau diese Kernprozesse. Egal ob es die Baustellendokumentation, das Projektmanagement und Bau Controlling, das Facility- und Immobilienmanagement oder die Wartung und Instandhaltung von Anlagen betrifft – KENEXOS® zentralisiert und digitalisiert essentielle Abläufe und macht sie auf allen mobilen Endgeräten verfügbar. Lernen Sie KENEXOS® jetzt kostenlos kennen und profitieren Sie von der gewinnbringenden Wirkung digitaler Tools.

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